Rückschau-Fragen für die dunkle Jahreszeit: 12 Fragen für dein Journal

Rückschau-Fragen für die dunkle Jahreszeit: 12 Fragen für dein Journal

Draußen wird es früh dunkel, drinnen brennt eine Kerze, und auf dem Tisch liegt ein leeres Notizbuch. Gibt es einen schöneren Moment, um auf das Jahr zurückzuschauen? Wir haben dir zwölf Rückschau-Fragen zusammengestellt, für jeden Monat eine. Sie helfen dir, dein Jahr Stück für Stück durchzugehen, Schönes wiederzuentdecken und Schweres liebevoll loslassen zu können. Und sie sind eine wunderbare Brücke zu den zwölf Raunächten. ✍️

Warum Rückschau gerade jetzt so gut passt

Zwischen Samhain und den Raunächten zieht sich die Natur zurück, und viele Menschen spüren das Bedürfnis, es ihr gleichzutun. Die langen Abende schenken Zeit, die im Sommer oft fehlt. In unserem Artikel Nach Samhain: 7 Wochen Rückzug haben wir dir einen Fahrplan für diese Wochen zusammengestellt. Die Rückschau-Fragen sind das Herzstück davon: Sie machen sichtbar, was dein Jahr ausgemacht hat.

Rückschau heißt dabei nicht, Bilanz zu ziehen wie in einer Buchhaltung. Es geht nicht um „gut gelaufen“ oder „versagt“, sondern ums Hinschauen. Was war da? Was hat dich bewegt? Was hast du vielleicht schon vergessen, obwohl es dir wichtig war? Oft staunen Menschen, wie viel in einem einzigen Jahr Platz hatte.

Du brauchst dafür nicht viel: ein Notizbuch oder ein paar lose Blätter, einen Stift, den du gern in der Hand hältst, und etwas Zeit, in der dich niemand stört. Manche schreiben am liebsten am Küchentisch, andere im Bett oder in einem gemütlichen Café. Wichtig ist nur, dass du dich wohlfühlst und ehrlich zu dir sein kannst.

So nutzt du die Rückschau-Fragen

Es gibt keine feste Regel. Ein paar Anregungen, damit du gut ins Schreiben kommst:

  • Schaff dir einen kleinen Rahmen: Eine Kerze, ein Tee, das Handy im anderen Zimmer. So merkt dein Kopf: Jetzt ist Zeit für mich.
  • Wähle dein Tempo: Eine Frage pro Abend, eine pro Woche oder alle zwölf an einem langen Sonntag. Alles ist richtig.
  • Nimm deinen Kalender zur Hilfe: Ein Blick in Kalender, Fotos oder Nachrichten des jeweiligen Monats weckt Erinnerungen.
  • Schreib ohne Zensur: Stichworte reichen. Niemand liest mit, und Rechtschreibung ist heute völlig egal.
  • Lies am Ende alles einmal durch: Markiere, was du loslassen möchtest und was du unbedingt mitnehmen willst.

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6 Seiten zum Ausdrucken: die 12 Monatsfragen mit viel Platz zum Schreiben, die 7-Wochen-Impulse zum Abhaken und eine Seite „Was ich loslasse, was ich mitnehme“. Melde dich für unseren Lichtbrief an. Nach der Bestätigung deiner Anmeldung bekommst du das Rückschau-Journal zum Herunterladen. Der Lichtbrief kommt einmal im Monat mit Event-Tipps, und du kannst ihn jederzeit wieder abbestellen.

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Die 12 Rückschau-Fragen für dein Jahr

Zu jeder Monatsfrage findest du eine kleine Nachfrage. Sie hilft dir, tiefer zu gehen, wenn dir die erste Antwort zu schnell kommt.

Januar bis März: der Anfang

  • Januar: Mit welchem Wunsch bist du ins Jahr gestartet – und was ist daraus geworden?
    Und wenn der Wunsch sich verändert hat: Was wünschst du dir heute stattdessen?
  • Februar: Was hat dir in den kalten Wochen Wärme gegeben?
    Waren es Menschen, Orte, Gewohnheiten? Was davon möchtest du behalten?
  • März: Wo hast du etwas Neues gewagt, und sei es nur ein kleiner Schritt?
    Was hat dich dazu ermutigt, und was hat es in dir ausgelöst?

April bis Juni: das Aufblühen

  • April: Welche Begegnung hat dich in diesem Frühling berührt?
    Wer hat dir etwas geschenkt, ein Wort, eine Geste, ein Lachen?
  • Mai: Wofür hast du in diesem Jahr Feuer gefangen?
    Ein Thema, ein Hobby, ein Ort, ein Mensch? Was hat dich so begeistert?
  • Juni: Wann hast du dich so richtig lebendig gefühlt?
    Wo warst du, mit wem, und was hat diesen Moment ausgemacht?

Juli bis September: die Fülle

  • Juli: Wo hast du dir Pausen gegönnt – und wo haben sie dir gefehlt?
    Was brauchst du, damit Erholung im neuen Jahr selbstverständlicher wird?
  • August: Was durftest du ernten? Welche Früchte deiner Mühe siehst du?
    Auch kleine Früchte zählen. Worauf bist du still ein bisschen stolz?
  • September: Was hast du gelernt – über dich, über andere, über das Leben?
    Gab es eine Erkenntnis, die dich überrascht hat?

Oktober bis Dezember: das Ernten und Ruhen

  • Oktober: Was durfte gehen, und wie hat sich das Loslassen angefühlt?
    Menschen, Pläne, Sorgen, Dinge: Was ist leichter geworden, seit es weg ist?
  • November: Wofür bist du dankbar, wenn du heute zurückschaust?
    Schreib mindestens drei Dinge auf, auch die ganz kleinen.
  • Dezember: Was möchtest du aus diesem Jahr mitnehmen ins nächste?
    Eine Haltung, eine Freundschaft, eine Kraftquelle? Und was darf hierbleiben?

Wenn dir eine Frage gar nichts sagt, überspring sie. Und wenn eine Frage viel aufwühlt, gönn dir eine Pause. Rückschau darf sanft sein. Manchmal hilft es, nach dem Schreiben noch ein paar Minuten still zu sitzen und zu atmen. Wie das geht, zeigen wir dir in unserem Artikel Meditation für Einsteiger.

Die Brücke zu den 12 Raunächten

Vielleicht ist dir aufgefallen, dass zwölf Fragen und zwölf Raunächte zusammenpassen. In vielen Raunacht-Traditionen steht jede der zwölf Nächte vom 24. Dezember bis zum 5. Januar für einen Monat des kommenden Jahres. Unsere Rückschau-Fragen schauen in die andere Richtung, nämlich auf das Jahr, das zu Ende geht. Zusammen ergibt das einen schönen Bogen: Erst schaust du zurück und legst ab, dann richtest du den Blick nach vorn.

Ein Vorschlag: Beantworte die zwölf Fragen bis zum 20. Dezember. In jeder Raunacht liest du dann die Antwort zum passenden Monat noch einmal durch und fragst dich, was du für denselben Monat im neuen Jahr anders oder genauso machen möchtest. Rituale, Retreats und gemeinsame Abende für diese besondere Zeit findest du auf unserer Seite Raunächte & Silvester-Retreats.

Tipp: Wenn du deine Rückschau lieber in Stille und Gemeinschaft halten möchtest, schau auf unsere Seiten Meditation & Schweigeretreats und Retreats im Kloster. Dort findest du ruhige Auszeiten in deiner Nähe.

Rückschau in Gemeinschaft

Rückschau ist etwas sehr Persönliches, und trotzdem kann es schön sein, sie zu teilen. Vielleicht verabredest du dich mit einem Herzmenschen, jeder beantwortet für sich ein paar Fragen und erzählt euch danach, was ihr entdeckt habt. Oder du besuchst einen Jahresrückblick-Workshop, einen Meditationsabend oder ein Raunacht-Ritual. In unserem Veranstaltungskalender findest du Events in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Wir wünschen dir viele schöne Entdeckungen beim Zurückschauen.

Alles Liebe
dein Team von Great Awakening Events

Wenn eine Frage dich tiefer führt, findest du in Intuition stärken Wege, deiner inneren Stimme wieder zu vertrauen.

Fragen oder Ideen? Schreib an hallo@great-awakening-events.de.

Offenes Journal mit Stift, Herbstblättern und Kerzenschein · Bild: KI-generiert

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