Geht es dir auch so, dass für dich nichts über einen Spaziergang in der Natur geht? Viele Menschen sagen, dass ihr spirituelles Erwachen in der Natur begonnen hat. Auf einem Berg, am Meer oder bei einem Spaziergang im Herbstwald. Plötzlich war da ein Moment, in dem alles still wurde – und sie sich verbunden fühlten mit etwas Größerem. Kennst du dieses Gefühl? Um solche inspirierenden Momente zu erleben musst du gar nicht groß verreisen. Mutter Natur ist überall um uns herum und es lohnt sich, sie regelmäßig mit allen Sinnen zu erleben.
Warum Natur uns heilt
Wenn wir draußen unterwegs sind kommen wir oft wie von allein zur Ruhe. Das Licht, die frische Luft, die Geräusche, der Geruch von Erde oder Regen – all das holt uns aus dem Kopf zurück in den Körper und damit in das Hier und Jetzt. Die Natur fordert nichts von uns, sie ist einfach da, wenn wir soweit sind. Deshalb ist es in der Natur so leicht, einfach du selbst zu sein.
Wer dann achtsam ist, ist mit voller Aufmerksamkeit im gegenwärtigen Moment, in der Zukunft oder Vergangenheit gefangen zu sein. In der Natur gelingt es uns viel leichter aus unserem Kopf zurück in den Körper zu kommen, als zwischen Bildschirm, zwei Terminen und To-do-Listen.
Ein Spaziergang durch den Wald ist für mich persönlich mein täglicher Reset. Mein Erden, das bei einfach jedem Wetter sein muss. Zum Glück habe ich zwei Hunde, die auch gern draußen unterwegs sind. So bin ich quasi gezwungen, jeden Tag an der frischen Luft unterwegs zu sein. Genau das ist der Grund, warum ich Hunde habe: Damit ich RAUS muss! Auch wenn es manchmal Überwindung kostet, ich habe es noch nie bereut, eine Runde gedreht zu haben.
Mit allen Sinnen draußen unterwegs
Spaziergänge laden uns dazu ein, die Natur um uns herum mit allen Sinnen zu erleben. Geh einfach etwas langsamer als sonst, lass dein Handy in der Tasche und lass ich auf das ein, was Mutter Natur dir zu geben hat.
- Sehen: Welche Farben siehst du? Wie fällt das Licht durch die Blätter? Wo gibt es kleine Lichtflecken oder ungewöhnliche Formationen, die deine Aufmerksamkeit erregen?
- Hören: Schließ kurz die Augen und atme tief ein. Wie viele verschiedene Geräusche nimmst du wahr? Das Rauschen des Windes, das Zwitschern der Vögel oder Geräusche anderer Tiere?
- Riechen: Atme bewusst ein und wieder aus. Wie riecht die Luft heute? Welche feinen Nuancen und unterschiedlichen Gerüche kannst du wahrnehmen?
- Fühlen: Berühre eine Baumrinde, einen Stein, das Gras oder weiches Moos. Wie fühlt sich das an, wenn du mit der hand darüber streichst?
- Spüren: Wie bewegen sich deine Füße auf dem Boden? Wie geht dein Atem? Welche Muskeln strengst du beim Gehen an?
Schon wenige Minuten in der Natur können einen riesigen Unterschied machen. Ich kann dir nur empfehlen, jeden Tag ein paar Minuten fest in deinen Tagesplan einzubinden.
Kleine Rituale für draußen
Deinen Ausflug in die Natur kannst du auch mit einen kleinen Achtsamkeitsritual verbinden. Hier sind ein paar Ideen, die nicht mal besonders aufwendig sind:
- Begrüß den Tag morgens am offenen Fenster mit drei bewussten Atemzügen.
- Such dir einen „Sitzplatz“ – eine Bank, einen Baum, einen Stein – und besuche ihn regelmäßig. Beobachte, wie er sich mit den Jahreszeiten verändert.
- Geh barfuß über eine Wiese, wenn es das Wetter erlaubt.
- Sammle auf einem Spaziergang etwas, das dich anspricht: ein Blatt, eine Feder, einen Stein. Leg es zu Hause an einen Ort, der dich erinnert.
- Schau abends bewusst in den Himmel – die Wolken, den Mond, die Sterne.
Natur ist auch in der Stadt möglich
Nicht jeder hat den Wald oder das Meer vor der eigenen Haustür. Aber auch ein Park, ein Baum vor dem Fenster oder Pflanzen auf dem Balkon sind Natur. Achtsamkeit hängt weniger vom Ort ab als von deiner Aufmerksamkeit. Ein einziger Baum, den du wirklich mit allen Sinnen wahrnimmst, kann mehr bewirken als ein hastiger Waldlauf, bei dem du mit den Gedanken doch woanders bist.
Die Jahreszeiten als Begleiter
Die Natur lehrt uns einen Rhythmus. Im Frühling geht es um Aufbruch, im Sommer um Fülle, im Herbst um das Loslassen und im Winter um Rückzug. So wie es bei den Pflanzen und Tieren auch in diesem ganz natürlichen Rhythmus läuft. Viele spirituelle Traditionen orientieren sich an diesen Zyklen. Vielleicht entdeckst du solche Phasen auch in dir selbst? Es ist absolut in Ordnung, nicht immer gleich viel Energie und Schaffensdrang zu haben.
Gerade jetzt im Herbst lädt uns die Natur dazu ein, innezuhalten und eine Art Bilanz zu ziehen: Was darf ich loslassen? Was möchte ich mitnehmen in die stillere Zeit? Gerade die Rauhnächte rund um den Jahreswechsel sind eine Zeit, in der sich viele mit sich selbst auseinandersetzen.
Was du von draußen mitnehmen kannst
Wenn du regelmäßig Zeit in der Natur verbringst, merkst du wahrscheinlich nach einer Weile, dass sich die Ruhe der Natur auch in deinen Alltag immer mehr einschleicht. An einer roten Ampel atmest du kurz bewusster. Du schaust öfter in den Himmel und schaust du Wolken an. Plötzlich bemerkst du den Vogel auf dem Fensterbrett oder einen Schmetterling, der um dich herumfliegt. Und genau darum geht es: Achtsamkeit ist keine Übung, die du nur im Wald machst. Sie ist eine Haltung, die du überall hin mitnimmst. Die Natur ist dabei eine geduldige Lehrerin – sie erinnert dich immer wieder daran, langsamer zu werden und einfach da zu sein.
Natur gemeinsam erleben
Viele Retreats und Workshops finden bewusst in der Natur statt – in den Bergen, auf dem Land, an Seen. Gemeinsam draußen zu sein, zu schweigen oder zu wandern, kann besonders verbindend sein. In unserem Eventkalender findest du immer aktuelle Angebote in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Und bis dahin: Geh raus. Atme. Schau hin. Die Natur wartet auf dich.
Fragen oder Tipps? Schreib an hallo@great-awakening-events.de.
Hände mit Moos und Herbstlaub · Bild: KI-generiert
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